Was ist das Gute am Scheitern?


Ich habe gerade schlechte Nachrichten bezüglich eines sehr interessanten Jobs bekommen. Schade. – Schade? Nun ja, hat ja auch einiges Gutes:

Planning concept with four white cartoon characters. 3d illustration.

  • kein Umzug nötig
  • Ob ich wirklich für diesen Chef hätte arbeiten wollen?
  • Nicht das tun zu müssen, bedeutet gleichzeitig, auch etwas anderes tun zu können

Alles also eine reine Frage des “reframings”?
Nein, ich denke nicht “nur”.

Die “Kunst” der meisten glücklichen Menschen liegt darin, das Glas halb voll und nicht halb leer zu sehen. Also das “Gute” im “Schlechten” erkennen zu können. Die Dinge sind ganz häufig so, wie sie sind. Wir können sie nicht ändern. Das, worauf wir einen Einfluss haben, ist alleine unsere Bewertung der Dinge.
Hier unterscheide ich sehr gerne zwei Ebenen:
Was sind die Folgen?
Was bedeutet es für mich?
Ersteres ist eine Frage der Sach-Ebene. Hier ist also eine eher kognitive Betrachtung der Auswirkungen eines Ereignisses gefragt. Eine sachliche Betrachtung der Folgen eines Ereignisses halt. Der Job wird gut vom Verstand und unserem Bewusstsein gebildet. Aber genau hier sollte jetzt auch “Ende” der verstandesmäßigen Betrachtung sein,

Wie ich die Ereignisse bewerte, ist jetzt “nur” eine Frage meines Standpunktes. Meinen Standpunkt kann ich verändern. Er ist geprägt von meinen Fähigkeiten, meiner Glaubenssätze und Wertem, meiner Identität, meiner “Vision” und wer will ” vom Universum”. Das ist spannend. So kriegen die Dinge die Bedeutung, die wir ihnen geben. Anders herum bedeutet es, die Dinge an sich haben solange keine Bedeutung, wohl aber Auswirkungen, bis wir ihnen eine Bedeutung geben. Gleiches gilt dann auch für die Auswirkungen. Das finde ich gerade nicht nur sehr interessant sondern auch in vielen Punkten sehr, sehr tröstlich.

Ich benutze diesen Ansatz sehr häufig im “erweiterten Ökocheck” von Zielen. Die Frage:

“Warum wäre es ggf. gut, dass Ziel nicht zu erreichen?”,

hat mindestens drei positive Effekte:

Erstens, fokussiert es den Klienten auf die möglichen “Nebenwirkungen” beim Erreichen eines Zieles.

Zweitens, verringert es ggf. Enttäuschungen bei Nicht-Erreichen eines Zieles.

Drittens, kommen hier Zielkonflikte mit höheren neurologischen Ebenen sehr schnell zum Vorschein.

Wenn ich es mir mal genau überlege, bin ich sehr froh, nicht den “Head of global Training” spielen zu müssen, sondern mich statt dessen viel lieber auf NLP, Coaching, Mentaltraining und auf Schamane sein zu dürfen, konzentrieren zu können.

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